Lebenswege Initiationen und Körperentpanzerung mit Anke Mrosla

Lebensweg - Anke Mrosla

Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Lebenswege sind eine Heilpraxis für Somatic Experiencing nach Peter Levine, Traumatherapie, Körperentpanzerung mit der Methode der Prozessorientierten Körpertherapie und Lebensberatung, sowie Übergangszeremonien und Übergangsriten. Ausserdem sind sie Schulungsort für schamanistisches Wissen in der Tradition der Rattlesnakeschule der Twisted Hairs.


Newsletter Nr 40 Herbst 2023

Newsletter Nr 40


Liebe Interessierte, Freunde und Bekannte

 

Hope is the thing with feathers

Hope is the thing with feathers
That perches in the soul,
And sings the tune without the words,
And never stops at all,

And sweetest in the gale is heard;
And sore must be the storm
That could abash the little bird
That kept so many warm.

I've heard it in the chillest land,
And on the strangest sea;
Yet, never, in extremity,
It asked a crumb of me.

Emily Dickinson

In diesem newsletter geht es um Hoffnung. Hoffnung ist das Federding in der Seele, das ohne Worte singt und niemals endet…

Ich liebe diese poetische Annäherung an das Geschenk, was die Hoffnung uns  macht. Ein Ding in der Seele, dass keine Worte braucht, nicht kondensiert werden muss und gleichzeitig ohne Unterlass zu uns spricht. Ein federleichtes Ding, dass süss im stärksten Sturm und in kältesten Landen zu hören ist und dass nichts von uns verlangt. Es gibt viele Definitionen für Hoffnung. Der Duden definiert Hoffnung ganz nüchtern als die positive Erwartung, die man in jemand oder etwas setzt. Eine  weitere, die mir auch sehr gut gefällt ist Folgende: Hoffnung ist das Wissen um die Fähigkeiten und Werkzeuge, die ich habe, um meine Leben zu meistern.

In einem Roman las ich einmal eine Geschichte über der Erschaffung des Menschen durch die Götter. Alle Götter und Göttinnen gaben dem neuen Geschöpf, dass den Namen Mensch trug, bestimmte Geschenke und Eigenschaften, darunter Fruchtbarkeit, Erfindungsreichtum, Liebe, Humor, Ehrgeiz, Fleiss, Intelligenz und vieles mehr mit. Der letzte der Götter, der ein dunkler Gott war, gab den Menschen den Hass und die Verzweiflung. So wollte er das Werk der anderen Götter, die den Menschen zuvor mit ihren Gaben ausgestattet hatten zunichte machen. Da meldete sich der Göttervater zu Wort, der als einziger noch keine Gabe verteilt hatte und beschenkte das Menschengeschlecht mit Hoffnung. Sie sei stärker als der Hass und die Vernichtungswut. Irgendwie ist mir diese Geschichte immer präsent geblieben und ich habe die Hoffnung, dass die Rechnung des Göttervaters aufgeht und wir mit Hilfe der Hoffnung den Hass und die Verzweiflung, die wir manchmal in uns erleben, überwinden können.

Die Twisted Hairs nennen als die 5 Geschenke des Menschseins die 5 Huquas, Hoffnung ist einer davon: Ich verstehe die Huquas wie folgt:

Glück: ist die Fähigkeit eine intime fliessende Verbindung zu sich selbst und zur Welt zu erleben und dabei Freude zu empfinden.

Gesundheit: ist das störungsfreie Funktionieren der körperlichen Funktionen, Wohlbefinden und die weitgehende Abwesenheit von Schmerz.

Humor: ist die Fähigkeit, flexible Standpunkte einzunehmen und nicht permanent Recht haben zu müssen. Die Torheit des Festhaltens erkennen und sich daran erfreuen können.

Hoffnung: ist, die Fähigkeit und die Werkzeuge besitzen, um sich für das, was wir erstreben einzusetzen und das Vertrauen ins Universum, dass es nicht auf die von uns erwartete Art und Weise geschehen muss.

Harmonie: ist das fluide Gleichgewicht, das immer wechselnd sich in der Gegenwart einstellt und verschwindet. Den Akt des Lebens genießen ohne eine Garantie zu brauchen.

Für mich sind die 5 Huquas gleichermassen Geschenk wie Aufgabe. Wir leben in dieser komplexen Welt und sind mit einer Vielzahl von Informationsquellen konfrontiert. Liesst man die Nachrichten aus der Perspektive eines Klimaaktivisten könnte man glauben, die Welt ginge einfach nur mit Pauken und Trompeten den Bach runter. Liesst man rein neoliberale Quellen wie z.B. das „Handelsblatt“ könnte man denken, die Parole „Wachstum und Nachhaltigkeit für alle ist möglich“ ohne, dass wir auf unsere „erste Welt“ Privilegien im Geringsten verzichten müssten sei wahr.

Es braucht Balance und Humor, gute Gesundheit, einen wachen Geist und ein freudvolles, mitfühlendes Herz gleichermassen, um sich stets aufs neue für Hoffnung zu entscheiden.

Ich wünsche uns allen in diesem Herbst eine gute Ernte, die sich in Hoffnung, Glück, Gesundheit, Humor und Harmonie niederschlägt.

AM

Mein besonderes Angebot:

Sexualtherapeutische und traumasensible Begleitung für Frauen in der Lebensmitte: alte Schmerzgeschichten auflösen und sich selbst in der erotischen Reife und Sinnlichkeit neu entdecken. Was wünsche ich mir? Wohin geht meine Lust?

1. Sitzung 1,5 Std. Exploration: Wie steht es um meine Sexualität?

2. Sitzung  2 Std. Erfahrungsraum und Erlebnisreise

Termine und weitere Infos unter: lebenswege1posteode

In der diesmaligen Literaturempfehlung stelle ich das Buch „factfulness" von Hans Rosling vor.  Rosling, der inzwischen verstorben ist, bricht in seinem Buch eine Lanze für eine faktenbasierte Weltsicht. Er stellt dar, wie unser instinktgesteuertes Wahrnehmen der Welt uns diese meist schlechter erscheinen läßt, als sie auf Grundlage der Fakten wirklich ist.

Er beschreibt, wie bestimmte, für den Zustand der Welt zentrale Determinanten sich über die Jahre zum Besseren wenden. Ich empfehle das Buch nicht auf Grund seines Schreibstils, der eher etwas anstrengend amerikanisch daherkommt. Ich finde es wertvoll, weil es in dem Buch um Hoffnung geht, die sich messen läßt.  Dabei will ich nicht unerwähnt lassen, dass die auf Statistiken beruhenden Fakten, die hier dargestellt werden, natürlich einer subjektiven Auswahl entstammen. Sie können, wie alle selektiven Fakten für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden. Roslings Buch hat z.B die Kritik auf sich gezogen, weil mit seiner Argumentation auch neoliberale Denkweisen bestätigt werden könnten im Sinne von: „siehst Du, alles wird besser, wir können also weitermachen wie bisher“. Das ist nicht mein Ansinnen. Dennoch finde ich, geben die hier bis 2016 erhobenen Daten und die mitgelieferten Gedanken zur menschlichen Wahrnehmung einen Grund zum Nachsinnen, zur Selbstreflexion und hier und da auch zur Hoffnung.

Herzliche Grüße

Anke Mrosla

 


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