Lebenswege Initiationen und Körperentpanzerung mit Anke Mrosla

Lebensweg - Anke Mrosla

Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Lebenswege sind eine Heilpraxis für Somatic Experiencing nach Peter Levine, Traumatherapie, Körperentpanzerung mit der Methode der Prozessorientierten Körpertherapie und Lebensberatung, sowie Übergangszeremonien und Übergangsriten. Ausserdem sind sie Schulungsort für schamanistisches Wissen in der Tradition der Rattlesnakeschule der Twisted Hairs.


 


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Newsletter Nr 12


Liebe Interessierte, Freunde und Entpanzerte

Vor einer Woche war offizieller Frühlingsanfang. Ein langer Winter nähert sich seinem Ende und wir begrüßen mit dem Frühling die ersten Blüten, den lebendigen Duft in der Luft und das Erwachen der Lebensgeister.

„Singt ein Vogel, singt ein Vogel, singt im Märzenwald
kommt der helle, der helle Frühling,
kommt der Frühling bald

Komm doch lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei
Jag den Winter, jag den Winter fort 
und mach das Leben frei“

Liedtext: Heinz Lau

Wie mache ich mich selbst, meine Sichtweise und damit mein Leben in diesem Frühling wieder frei und neu?
Es scheint ein unerschöpfliches Reservoir von Möglichkeiten zu geben, woran ich mein Frühlingserwachen knüpfen kann. Mein Weg in den Frühling geht in diesem Jahr über das bewusste Erleben des Augenblicks.

Innerhalb des Wissens der Twisted Hairs auf dem Sweet Medicine Sundance Path ( für mehr Info siehe: http://www.lebenswege-initiationen.de/herkunft-des-wissens.phtml) gibt es ein Teaching mit dem Namen die 4 Feinde des Selbst.
Diese Feinde sind Angst, Klarheit, Macht, sowie Alter und Tod. Mich haben in den letzen Wochen dieses Winters besonders die Feinde Klarheit und Alter und Tod beschäftigt.
Klarheit ist in diesem Zusammenhang die Illusion zu glauben, wir hätten den Durchblick, wüssten schon Bescheid darüber, wer wir sind oder was wir vom Leben zu erwarten haben, wie unser Partner in der nächsten Situation reagieren wird, was unser Chef über uns denkt etc. Wir denken, wir hätten Klarheit. In Wirklichkeit spiegeln wir nur immer wieder unsere Erwartungen, Sorgen und Befürchtungen zurück ins Jetzt und halten die entstehende Reflexion für die augenblickliche Wirklichkeit.
Alter und Tod als Feind des Selbst haben mit der Ermüdung und Resignation zu tun, mit der wir unseren Weg hin zum Tod gehen, wenn wir erst einmal realisiert haben, dass nicht alle Blütenträume reifen. Es ist das sich ergeben wollen in Starre oder Hoffnungslosigkeit im Angesicht der Tatsache, dass nichts von Dauer ist und das Leben ein Geschenk auf Zeit, aus dem wir nichts mitnehmen können. Der Winter mit seinem schwindenden Licht, der Kälte und den grauen Tagen ist oft ein Auslöser für Gefühle und Gedanken, die in diese Richtung weisen.
Ich bin dankbar über den Kriegerweg des Wissens, den ich mit meiner schamanischen Ausbildung seit über 20 Jahren gehe. Er lehrt mich, dass ich das Recht und sogar die Verpflichtung habe, gegen meine inneren Feinde zu kämpfen. Kaum eine Zeit eignet sich besser für diesen Kampf als der Frühling mit seiner ihm immanenten Aufbruchs- und Erneuerungskraft.

Auch in diesem Jahr finde ich auf die Frage, wie mache ich mich wieder frei von dem was ich schon zu wissen glaube, von Müdigkeit oder Resignation, neue Antworten. Sie stehen in Resonanz zu meinen jeweils aktuellen Lebenserfahrungen. 
Grundsätzlich scheint eines zu stimmen: es geht nicht darum, diese Gefühle oder Schmerzen zu vermeiden oder sie zu verdrängen. Vielmehr brauche ich immer wieder die Bereitschaft mich mit den zur Zeit aktuellen Ausformungen der Feinde zu befassen, sie zu erkennen und mein inneres Gleichgewicht neu zu definieren. Was stelle ich in diesem Jahr der Resignation entgegen, was ist das Licht, dass mich wieder ins Hier und Jetzt führt? Meine Antwort, die ich zum Frühlingsanfang gefunden habe, heißt: Jeden Tag mindestens einmal ganz gegenwärtig zu sein, mich ganz im Moment einzufinden und alles um mich herum und in mir drin zu bemerken und wahrzunehmen als Geschenk des lebendigen Augenblicks. Das zweite Mittel, mit dem ich mich gegen den Feind der Klarheit wappne ist: in den Nächten raus gehen und in den Sternenhimmel schauen mit dem Wissen, dass ich das, was ich da gerade sehe, noch nie vorher und nie wieder danach genauso sehen werde, dass dieser anscheinend unveränderliche Sternenhimmel immer neu, mysteriös und unergründlich ist. Ich nehme dann mein Staunen wahr und kann dieses Staunen oft transportieren in meinen nächsten Tag, in die Begegnung mit meinem Liebsten, den Kindern im Kindergarten und meinen Klienten. 
Ich wünsche jedem von uns die Kraft, seine gerade präsenten Feinde zu konfrontieren und Antworten zu finden, die es ermöglichen, voll im Leben und im Jetzt anzukommen, teilzunehmen und sich zu verschenken. Auf diese Art kann es in uns Frühling sein zu jeder Jahreszeit!

Frohe Ostertage und einen hellen Frühling
Anke Mrosla

Mein besonderes Angebot 

Somatic Experiencing ist eine Methode zur Aufarbeitung und Neuverhandlung traumatischer Ereignisse.

Die meisten der hier in Brandenburg eintreffenden Flüchtlinge haben traumatische Erlebnisse hinter sich und sie bringen die Auswirkungen davon in vielfältiger Weise mit in die Beziehung zu den Helfern vor Ort. Allen gemeinsam sind die Bemühungen, unter oft schwierigen Umständen, das Ankommen in der fremden Umgebung zu erleichtern. 
Ich möchte dazu beitragen, indem ich in diesem Frühling für Flüchtlinge
(wenn nötig mit Übersetzer) oder Helfer im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten SE- Sitzungen kostenlos oder gegen Give Away anbiete. Anfragen und Terminwünsche bitte via e-mail an amroslaposteode

Meine Literaturempfehlung für diesen Frühling:
Michaela Huber: Trauma und die Folgen Teil 1

Michaela Huber ist Psychotherapeutin und führt die deutsche Sektion der ISSD (international Society for Study of Dissociation). Sie leitet Ausbildungen in Traumatherapie und Supervision und ist bekannte deutschsprachige Autorin.
Das Buch ist klar strukturiert und dazu inhaltlich sehr informativ. Huber bemüht sich erfolgreich darum, in ihrem Buch einzelne Sachverhalte wie zum Beispiel das Phänomen der Dissoziation oder die sich aus frühen Gewalterfahrungen ergebenden Bindungsstile genau zu beschreiben. Sie liefert strukturgebende Definitionen, die vor allem für Menschen in sozialen oder therapeutischen Berufen hilfreich sind. Das Buch ist reich an Fallbeispielen ebenso wie Tabellen und Übersichten. Das Quellenverzeichnis lädt zur weiteren Recherche zu bestimmten Teilbereichen ein. Ein Kapitel im Buch widmet sich der Beschreibung von Diagnosen mit denen sich traumatisierte Menschen auf der Suche nach Hilfe oft konfrontiert sehen. Trauma und die Folgen ist ein Buch zum Studieren und Lernen, keine Abendlektüre oder etwas zum „einfach runter lesen“. Es ist sehr empfehlenswert für alle, die beruflich oder persönlich mit Trauma zu tun haben.

Herzliche Grüße

Anke Mrosla


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